Wir sind eine anonyme Selbsthilfegruppe und treffen uns regelmässig an sogenannten Meetings. Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, sich vom Schmerz der Vergangenheit zu lösen, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können. Anonymität ist die Grundlage unseres Programms, welches uns ermöglicht, in einer sicheren Umgebung alles auszusprechen. Wir geben keine Ratschläge, diskutieren nicht und unterbrechen uns nicht. Wir sprechen nur von uns und unseren Erfahrungen. Wir besuchen die Meetings um uns selbst zu helfen, nicht einer anderen Person zuliebe. Vinyard-support arbeitet mit dem Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker, und damit lernen wir mit unseren Schwierigkeiten umzugehen Vinyard-support Präambel "Erwachsene Kinder von suchtkranken Eltern/Erziehern" sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die folgendes gemeinsam haben: Sie wurden hineingeboren in eine Familie oder Umgebung, in der Abhängigkeit herrschte, oder sind dort aufgewachsen. Diese Gruppe ist nicht verbunden mit irgendeiner Sekte, einer politischen Gruppe, Organisation oder Institution. Sie begibt sich in keine Kontroverse, noch unterstützt sie irgendeine Sache oder geht gegen sie vor. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge. Wir erhalten uns durch eigene, freiwillige Zuwendungen. Unser wichtigstes Anliegen ist es, uns vom Schmerz der Vergangenheit zu lösen, um ein erfülltes Leben führen zu können und diese Botschaft an andere weiterzugeben. Obwohl wir eine separate Gruppe sind, sollten wir immer mit anderen anonymen Gruppen, die das 12-Schritte-Programm praktizieren, zusammen-arbeiten. Einführung in die 12 Schritte Die 12 Schritte sind ein sinnvoll aufgebautes Programm persönlichen Wachstums, in dem die wesentlichen Punkte bearbeitet werden, die für Abhängige und ihre Umgebung wichtig sind. Was die 12 Schritte zunächst vermitteln, ist Hoffnung: Es gibt eine Möglichkeit für mich, mit dieser Krankheit zu leben, glücklich zu leben! Auf dem Weg mit den 12 Schritten kann man sich auch verirren. Deshalb einige Regeln, wie du sinnvoll mit den Schritten umgehen kannst. Wichtig ist: * dass du selbst diesen Weg gehen willst und dies nicht einem andern zuliebe tust oder erwartest, dass ein anderer dies für dich tut * dass du die Reihenfolge der Schritte einhältst, denn jeder weitere Schritt baut auf dem vorhergehenden auf. * dass du den ersten Schritt auch den ersten sein lässt, als Grundlage für das Programm. * dass du dir für jeden Schritt ausreichend Zeit nimmst, denn in jedem Schritt geht es um bestimmte Wachstumsprozesse, die Zeit erfordern, und um Auseinandersetzung mit bisherigen Einstellungen und Verhaltensweisen, die nicht so schnell verschwinden. * dass du weisst, an welchem Schritt du gerade arbeitest, um dich nicht zu verwirren; wenn du dir darüber nicht im Klaren bist, sprich mit anderen und suche deren Hilfe. * dass du stets bereit bist, zu einem früheren Schritt zurückzukehren und die Arbeit daran nochmals aufzunehmen, da es zum Leben mit den 12 Schritten gehört, dass man nie mit ihnen fertig ist, sondern sie immer wieder zu durchlaufen hat, um neue und vertiefte Erfahrungen damit zu machen. * dass die Beschäftigung mit den 12 Schritten ein lebenslanger Prozess ist und nicht nur eine Episode. * dass du den Wortlaut der 12 Schritte sicher in deinem Gedächtnis hast, damit sie dir stets zur Verfügung stehen, wenn du sie brauchst. * dass du die Arbeit an den 12 Schritten nicht alleine tust, sondern in einer Gruppe und eventuell mit einem/r Sponsor/in, die von ihrem Geist geprägt ist, so dass du dort Annahme und Konfrontation erfährst, die die Grundlage jeden persönlichen Wachstums sind. Die 12 Schritte 1. Wir gaben zu, dass wir allem Suchtverhalten gegenüber machtlos sind - und unser Leben nicht mehr meistern konnten. 2. Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht grösser als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann. 3. Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen. 4. Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Innern. 5. Wir gaben Gott, uns selbst und einem andern Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu. 6. Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen. 7. Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen. 8. Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen. 9. Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut - wo immer es möglich war - es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt. 10. Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu. 11. Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden - zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen. 12. Nachdem wir durch diese Schritte ein seelisches Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an andere weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten. Die 12 Traditionen 1. Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit in der Gemeinschaft "Erwachsene Kinder". 2. Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität - einen liebenden Gott, wie Er sich in dem Gewissen unserer Gruppe zu erkennen gibt. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht. 3. Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, sich vom Schmerz der Vergangenheit zu lösen, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können. 4. Jede Gruppe sollte selbständig sein, ausser in Dingen, die andere Gruppen oder die Gemeinschaft "Erwachsene Kinder" als Ganzes angehen. 5. Die Haupt-Aufgabe jeder Gruppe ist, unsere "Erwachsene Kinder Botschaft" an andere weiterzugeben, die noch leiden. 6. Eine "Erwachsene Kinder-Gruppe" sollte niemals irgendein aussenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem "Erwachsenen Kinder" Namen decken, damit uns nicht Geld-, Besitz- oder Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken. Obwohl wir eine eigenständige Gruppe sind, sollten wir immer mit anderen anonymen Gruppen, die das 12-Schritte-Programm praktizieren, zusammenarbeiten. 7. Jede "Erwachsene-Kinder Gruppe" sollte sich selbst erhalten und von aussen kommende Unterstützung ablehnen. 8. Die Tätigkeit in der Gemeinschaft "Erwachsene Kinder" sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen. 9. Die Gemeinschaft "Erwachsene Kinder" selbst sollte niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienst-Ausschüsse und -Komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, welchen sie dienen. b[10. Die Gemeinschaft "Erwachsene Kinder" nimmt niemals Stellung zu Fragen ausserhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der "Erwachsene Kinder" Name niemals in öffentliche Streitfragen verwickelt werden. 11. Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren. 12. Anonymität ist die geistige Grundlage aller unserer Traditionen die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen. Die zwölf Schritte und die zwölf Traditionen wurden mit Genehmigung der Alcoholics Anonymous World Services, Inc. nachgedruckt. Die Genehmigung die Zwölf Schritte und die Zwölf Traditionen nachzudrucken und zu bearbeiten bedeutet nicht, dass AA in irgendeiner Weise mit diesem Programm (dieser Veröffentlichung) verbunden ist. AA ist ein Programm zur Genesung vom Alkoholismus - der Gebrauch der Schritte und Traditionen in Verbindung mit Programmen und Aktivitäten die sich nach dem Vorbild von AA richten, aber andere Probleme ansprechen, bedeutet keine Verbindung mit AA. Gelassenheitsspruch Gott gebe mir die GELASSENHEIT, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann Den MUT, Dinge zu ändern die ich ändern kann Und die WEISHEIT, das eine vom andern zu unterscheiden SLOGANS NUR FÜR HEUTE DAS WICHTIGSTE ZUERST IMMER SACHTE LOSLASSEN, GOTT ÜBERLASSEN LEBEN UND LEBEN LASSEN ZUHÖREN UND LERNEN KOMM WIEDER |